Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Veröffentlicht am 15.09.2021

Kalenderblatt und Katechismus - Niemand war Jesus Christus so verbunden wie seine Mutter. Maria hat durch ihre Berufung, Mutter Gottes zu sein, nicht nur Freude und Erfüllung erfahren. "Alles Leid hielt sie umfangen, das nur je ein Herz durchdrang" – so benennt es die Sequenz zum Gedenktag der schmerzhaften Mutter. Einen Tag nach dem Fest Kreuzerhöhung wendet dieser Tag unseren Blick auf das Mitleiden Marias. Im Kalenderblatt hören Sie, wie dieses Fest entstanden ist, bevor wir in unserer Sendereihe Katechismus einen genaueren Blick auf die sieben Schmerzen Mariens werfen.

Am heutigen 15. September stehen die sieben Schmerzen Mariens und ihr Mitleid mit ihrem Sohn im Mittelpunkt.. Die sieben Schmerzen sind

  • die Weissagung des Simeon, dass Maria "ein Schwert durch die Seele dringen werde" (Lk 2,35),
  • die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten,
  • der Verlust des zwölfjährigen Jesus im Jerusalemer Tempel,
  • die Begegnung von Maria und Jesus auf seinem Kreuzweg,
  • das Warten und der Schmerz Mariens unter dem Kreuz,
  • die Abnahme Jesu vom Kreuz, den sie anschließend im Schoß hält und
  • das Begräbnis Jesu.

Eine erste Erwähnung eines Festes der Schmerzen Mariens finden sich bei der Kölner Synode im Jahr 1423. Erst rund 300 Jahre später hat Papst Benedikt XIII. das Fest verbindlich für die ganze Kirche vorgeschrieben.

Unsere Sendungen zum Gedenktag

Auch im Katechismus spielt das heutige Gedächtnis der sieben Schmerzen Mariens eine Rolle. Am Vormittag feiert Papst Franziskus die die Heilige Messe in der Basilika von den Sieben Schmerzen Mariens im slowakischen Šaštín. Einer seiner Vorgänger, Papst Pius XI., erhob vor bald einhundert Jahren die Muttergottes von den sieben Schmerzen zur Patronin der Slowakei. Seither ist der 15. September dort ein Feiertag. Was sind die sieben Schmerzen Mariens? Warum empfiehlt die Kirche diese Andacht? Darüber denkt in dieser Sendung Passionistenpater Lukas Temme nach.



Sendung hören

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Einführungsgebet

Mein Gott, ich bringe Dir diesen Rosenkranz dar, um Dich zu verherrlichen und deine heiligste Mutter zu ehren, ihre Leiden zu betrachten und daran Anteil zu nehmen. Demütig bitte ich Dich, dass Du mir wahre Reue über all meine Sünden verleihst. Hilf mir, sanft und demütig zu sein, wie es nötig ist, um alle Ablässe zu empfangen, die in diesem Gebet enthalten sind.

Reueakt

Herr, ich bereue alle meine Sünden, die ich gegen Dich begangen habe, denn sie führen mich zur Uneinigkeit mit Dir , sie trennen mich von Dir, der Du mich am Leben erhälst und mir mit Deiner unendlichen Hilfe entgegenkommst. Ich bereue meine Sünden, denn sie haben Jesus Christus getötet, Deinen Sohn, den Du liebst. Vater, trenne mich von meinen Sünden, ich will sie nicht wiederholen, ich will Dir gehören. Amen.

Man beginnt mit dem Vaterunser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es folgen 7 Ave Marias, mit der jeweiligen Endung

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, (die jeweilige Endung). Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen

Anschließend wieder ein Vaterunser und 7 Ave Marias mit der jeweiligen Endung.

Insgesamt werden 7 Vaterunser und 7x7 Ave Marias gebetet.

Abschließend, bei den drei kleinen Perlen, je ein Ave Maria.

Die jeweiligen Endungen: die 7 Schmerzen Mariens

Jesus, den du mit Schmerzen im Tempel aufgeopfert hast.

Jesus, den du auf der Flucht nach Ägypten mit Schmerzen getragen hast. 

Jesus, den du verloren und mit Schmerzen gesucht hast. 

Jesus, der dir mit dem schweren Kreuze beladen begegnet ist. 

Jesus, den du am Kreuz hast sterben sehen. 

Jesus, den du von Kreuz in deinen Schoss aufgenommen hast. 

Jesus, den du mit größtem Herzeleid zu Grabe geleitet hast.