Das Christentum droht in seinem Ursprungsland zu einer Randerscheinung zu werden. Alte Kirchen und Ruinen zeugen von einstmals blühenden christlichen Landschaften, Städte wie Bethlehem oder Nazareth waren noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts überwiegend von Christen bewohnt. Doch seit einigen Jahrzehnten verdunstet das Christentum in der Heimat Jesu mit beängstigender Geschwindigkeit. Über die Ursachen und die zahlreichen Herausforderungen für die christliche Minderheit im Heiligen Land sprechen wir in der Lebenshilfe mit Benediktiner-Abt Nikodemus Schnabel.
Die Benediktiner-Abtei Dormitio auf dem Berg Zion im Herzen Jerusalems liegt völkerrechtlich gesehen im Niemandsland zwischen Israel und Palästina. Sie befindet sich am Ort der Entschlafung Mariens, des Letzten Abendmahls und von Pfingsten. Im israelischen Tabgha wiederum wird der Ort des biblischen Wunders der Brotvermehrung und der Speisung der 5000 verehrt. Beide Klosterkirchen zählen zu den meistbesuchten Pilgerstätten im Heiligen Land. Die Abtei ist bekannt für ihre Kulturarbeit und als Ort des ökumenischen und interreligiösen Dialogs. Das Priorat Tabgha genießt sowohl in Israel als auch in Palästina eine hohe Bekanntheit durch seine Jugend- und Behindertenbegegnungsstätte "Beit Noah".
Zwischen den Mühlsteinen des Nahostkonflikts: Die Christen im Heiligen Land
⏰Lebenshilfe am 01.08.2026 um 10:00 Uhr
➡️mit Abt Nikodemus Schnabel
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Dormitio-Abtei: dormitio.net
Tabgha am See Genezareth: dormitio.net/tabgha
Deutscher Verein vom Heiligen Lande: www.dvhl.de
Pater Nikodemus Claudius Schnabel OSB, geboren 1978 in Stuttgart, ist seit 2023 Abt der deutschsprachigen Dormitio-Abtei in Jerusalem und des Priorats Tabgha am See Genezareth. Sein Buch "Zuhause im Niemandsland. Mein Leben im Kloster zwischen Israel und Palästina" war ein Bestseller. Er ist promovierter Liturgiewissenschaftler und Ostkirchenkundler.
