In dieser Sendung entdecken wir das hohepriesterliche Gebet Jesu – das Gebet beim Letzten Abendmahl, in dem Jesus seine „Stunde“ deutet: die Stunde des Opfers, der Hingabe, der endgültigen Vollendung seines Auftrags.
Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf das Vaterunser: Woher stammt es? Warum gilt es als „Zusammenfassung des Evangeliums“? Wir erklären Ursprung, biblischen Kontext und spirituelle Bedeutung.
Diese Reihe zum Katechismus ist ein gemeinsames Projekt der katholischen Wochenzeitung Die Tagespost und von radio horeb.
577. Was ist das Gebet der Stunde Jesu?
So wird das hohepriesterliche Gebet Jesu beim Letzten Abendmahl genannt. Jesus, der Hohepriester des Neuen Bundes, richtet dieses Gebet an den Vater, als die Stunde seines Hinübergangs, die Stunde seines Opfers kommt.
ZWEITER ABSCHNITT
DAS GEBET DES HERRN
VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
578. Was ist der Ursprung des Vaterunser?
Jesus hat uns dieses unersetzliche christliche Gebet, das Vaterunser, gelehrt, als einer seiner Jünger ihn einmal beten sah und zu ihm sagte: „Lehre uns beten!“ (Lk 11, 1). In der liturgischen Überlieferung der Kirche wurde immer die Fassung des heiligen Matthäus verwendet (Mt 6, 9–13).
579. Welchen Platz hat das Vaterunser in der Schrift?
Das Vaterunser ist „die Zusammenfassung des ganzen Evangeliums“ (Tertullian), „das vollkommenste Gebet“ (hl. Thomas von Aquin). Es steht in der Mitte der Bergpredigt (Mt 5–7) und nimmt in Gebetsform den wesentlichen Inhalt des Evangeliums auf.
580. Warum wird es „Gebet des Herrn“ genannt?
Das Vaterunser wird „Herrengebet“ oder „Gebet des Herrn“ genannt, weil es uns vom Herrn Jesus selbst gelehrt worden ist.
Den vollständigen Katechismus im Kompendium finden Sie hier.
Was wir glauben - der Katechismus erklärt. 145. Teil
⏰Katechismus am 27.11.2025 um 16:30 Uhr
➡️mit Dr. Margarete Strauss
Alle bisherigen Teile der Reihe können Sie in unserem Podcast Was wir glaubenanhören.
Die Referentin
Dr. Margarete Strauss ist katholische Theologin und Publizistin und wurde 1988 als älteste von vier Geschwistern in Kasachstan geboren. Später in Deutschland war ihre Erziehnung geprägt von Musik und dem katholischen Glauben. Nach einem intensiven Gemeindepraktikum begann Margarete Strauss im Jahr 2009 ein Theologiestudium und schrieb nach dem Master Abschluss ihren Doktor - ebenfalls im Bereich Theologie.
Die Reihe ist ein gemeinsames Projekt der katholischen Wochenzeitung Die Tagespost und radio horeb.
