Gedenktag der Heiligen Zélie und Louis Martin

Geschrieben am 12.07.2026
von

Spiritualität – Pater Michael Jakel vom Theresienwerk Augsburg über die Heiligen Zélie und Louis Martin, die Eltern der Heiligen Therese von Lisieux.

Am Sonntag, den 12. Juli ist der Gedenktag der Heiligen Zélie und Louis Martin, die Eltern der Heiligen Therese von Lisieux. Therese schrieb über ihre Eltern: „Der liebe Gott hat mir einen Vater und eine Mutter gegeben, die mehr des Himmels als der Erde würdig waren.“Papst Franziskus hat sie am 18. Oktober 2015 in Rom heiliggesprochen.

Ein Ehepaar, das nicht aufgrund ihrer Tochter heiliggesprochen wurde, sondern aufgrund ihres tugendhaften und heiligmäßigen Lebens. Ein Vorbild besonders auch für Ehepaare und Familien. Pater Michael Jakel stellvertretende Vorsitzender des Theresienwerks in Augsburg stellt sie uns näher vor.

Hl. Louis und Zélie Martin, die Eltern der Hl. Therese von Lisieux

⏰ Spiritualität am 12.07.2026 um 14:00 Uhr
➡️ mit P. Michael Jakel, stellvertretende Vorsitzender des Theresienwerks


Eine Tour zur Heiligkeit im Alltag mit den Hll. Louis und Zélie Martin.

⏰ Impulsreihe vom 13. bis 18.07.2026 um 07:30 Uhr
➡️ mit Rolf Wundrack, Zollbeamter, Mitglied im Theresienwerk und ehrenamtlicher Mitarbeiter bei radio horeb

Die Themen der Impulsreihe:

  • 1. Impuls am 13.07.2026 – Prolog.
  • 2. Impuls am 14.07.2026 – Zeugnis.
  • 3. Impuls am 15.07.2026 – Liebe. 
  • 4. Impuls am 16.07.2026 – Tiefe.
  • 5. Impuls am 17.07.2026 – Demut.
  • 6. Impuls am 18.07.2026 – Vertrauen. 

Louis Joseph Aloys Stanislaus Martin (*22 August 1823; †29. Juli 1894) und Azélie-Marie (Zélie) Guérin Martin (*23. Dezember 1831; † 28. August 1877) waren das erste Ehepaar in der Geschichte der katholischen Kirche, das gemeinsam heiliggesprochen wurde. Sie sind die Eltern der heiligen Thérèse von Lisieux, einer der bedeutendsten Heiligen des 19. Jahrhunderts.

Louis und Zélie heirateten am 12. Juli 1858 in der Kirche Notre-Dame in Alençon. Ihre Ehe war geprägt von einem tiefen Glauben, gegenseitigem Respekt und dem täglichen Gebet. Gemeinsam hatten sie neun Kinder, von denen vier früh verstarben. Die fünf überlebenden Töchter traten alle in Ordensgemeinschaften ein – darunter auch ihre jüngste Tochter, Thérèse von Lisieux.

Am 26. März 1994 stellte Papst Johannes Paul II. bei Louis und Marie-Azélie Martin das Vorliegen heroischer Tugenden fest und erklärte die Eheleute Martin zu ehrwürdigen Dienern Gottes. Am 19. Oktober 2008 wurden sie in der Basilika der hl. Therese in Lisieux wegen ihres vorbildlichen Ehelebens von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen. Am 18. Oktober 2015 sprach Papst Franziskus Zélie und Louis Martin im Rahmen der Bischofssynode zur Ehe- und Familienpastoral heilig.

Der gemeinsame Gedenktag der Heiligen Louis und Zélie Martin ist der 12. Juli, der Tag ihrer Eheschließung.

Quellen:
Papst spricht erstmals Ehepaar heilig – DiePresse.com
Zélie und Louis Martin – Wikipedia

Pater Michael wurde 1965 in Hettingen (Baden-Württemberg) geboren. Nach dem Abitur in Buchen (Odenwald) studierte er Theologie in Tübingen, Fribourg (Schweiz) und Würzburg. 1989 trat er in Neumarkt/Oberpfalz in den Karmeliterorden ein. Nach seinem Theologiestudium war er ein Jahr in Avila zu einem Spezialstudium über Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz. Am 20. Mai 1995 weihte ihn Weihbischof Helmut Bauer in der Karmelitenkirche in Würzburg zum Priester. Im Anschluss war er in verschiedenen Klöstern der deutschen Ordensprovinz eingesetzt, so in Würzburg, Neumarkt und als Kaplan und Pfarrer in Schwandorf in der Oberpfalz. Seit 2010 ist er als mitarbeitender Priester in der Krankenhausseelsorge im Juliusspital Würzburg tätig. In der Ordensprovinz ist er Mitglied der Provinzleitung und im Würzburger Kloster für die verschiedenen Ausbildungsphasen zuständig. Sowohl für klausurierte Karmelitinnen als auch für tätige Ordensschwestern hält er Exerzitien über verschiedene Heilige des Karmel, vorzugsweise über die kleine Therese von Lisieux. Als geistlicher Beirat begleitet er die Würzburger und Mainzer Laiengemeinschaft des Karmel (TKG) und seit 2013 arbeitet er als stellvertretender Vorsitzender beim Theresienwerk in Augsburg mit, um die Spiritualität der kleinen Therese von Lisieux den Menschen nahe zu bringen.