Pfarrei der Woche aus Oy-Mittelberg/Wertach

Geschrieben am 10.06.2021

Unsere "Pfarrei der Woche" liegt in dieser Woche vor der eigenen Haustür. Wir bleiben im Oberallgäu und auch im eigenen Bistum. Eingeladen hat uns die Pfarreiengemeinschaft Oy-Mittelberg/Wertach im Bistum Augsburg. Am kommenden Sonntag, 13. Juni, übertragen wir um 10:00 Uhr den Gottesdienst am Wallfahrtstag aus der Pfarr- und Wallfahrtskirche "Heilig Kreuz" zu Maria Rain. Zelebrant wird Generalvikar Domkapitular Monsignore Harald Heinrich sein. Roland Högner, leitender Pfarrer, wird konzelebrieren, Diakon Georg Lechleiter assistieren. Sie sind eingeladen, den Gottesdienst vor Ort mitzufeiern.

Vorgeschichte

Empfohlen wurde mir die Pfarreiengemeinschaft Oy-Mittelberg/Wertach bereits vor einigen Jahren, um dort einmal im Rahmen der Aktion "Pfarrei der Woche" eine Übertragung durchzuführen. Diakon Georg Lechleiter selbst war damals treibende Kraft. Leider mussten wir aber bis jetzt auf einen guten Digitalradio-Empfang in der Region warten, da dieser eine Voraussetzung ist, dass wir eine Pfarrei als "Pfarrei der Woche" vor Ort besuchen können. Was lange währt, wird jetzt also gut und wir freuen uns auf die Übertragung am Wallfahrtstag.

Das Ding mit der Berufung

Berufen wird man, das kann man nicht machen. Das Seelsorgeteam in der Pfarreiengemeinschaft Oy-Mittelberg/Wertach ist dafür ein schönes Beispiel. Pfarrer Roland Högner startete seine spirituelle Karriere als Atheist, studierte zunächst unter anderem Germanistik, um schließlich zum christlichen Glauben zu finden und schlussendlich katholischer Priester zu werden.



Diakon Georg Lechleiter ist gelernter Schreiner und Landwirt, bewirtschaftet einen Bauernhof und vermietet Zimmer. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und wartet derzeit darauf Großvater zu werden. Viel zu tun, könnte man denken. Ja, aber das hielt ihn nicht davon ab, die sechsjährige Ausbildung zum Diakon zu absolvieren und mittlerweile als ständiger Diakon für die Menschen da zu sein - Berufung eben. Und dieses Berufensein kann man spüren, wenn man die beiden Seelsorger persönlich erlebt.

Seelsorge, wenn man keine machen darf

Wenn man auf die Homepage der Pfarreiengemeinschaft geht, wird man derzeit von gähnender Leere begrüßt. "Volle Corona-Edition", dachte ich kurz, aber der Schein trügt. Tatsächlich wurde und wird einiges unternommen, um ein Stück Normalität in diesen Tagen aufrechtzuerhalten. Social Media ist ein Tool, was Pfarrer Roland Högner in der vergangenen Zeit zunehmend wichtig geworden ist. Hier konnte er die Gläubigen selbst in den Wochen und Monaten erreichen, als Seelsorge quasi verboten war. Aber nicht alles war digital. So bekamen zum Beispiel die Erstkommunionkinder sowie die Firmlinge ein kleines Spiri-Pack, bestehend aus einer Schachtel mit allerlei feinen Dingen und Impulsen, um den Draht nach oben und zur Pfarrei nicht abreißen zu lassen.



Kreative Gemeinschaft

Mittlerweile läuft einiges wieder an, was einst für die Pfarreiengemeinschaft Normalität war und es künftig wieder werden soll. Neben den gewohnten Gruppen, die es auch hier gibt, ist ein ganz aktuelles Projekt die für dieses Jahr geplante Missionarische Woche. Sie soll vom 25. September bis 3. Oktober stattfinden und mit vielen Angeboten für Groß und Klein locken. Aufwendig klingt das und möglich ist es auch nur, weil viele aus der Pfarreiengemeinschaft bereit sind, ihre Zeit für diese Projekt zu schenken.

Markus Münch war für Sie vor Ort in der Wallfahrtskirche:



Die Wallfahrt zu Maria Rain

"Heilig Kreuz" zu Maria Rain ist die Wallfahrtskirche in der Pfarreiengemeinschaft. Eine Kirche hatte in Maria Rain wohl bereits im 11. Jahrhundert gestanden, spätestens ab 1414 ist ein Kirchenstandort durch Ausgrabungen bestätigt worden. Die heutige Kirche wurde 1496 errichtet und ist seitdem immer wieder umgebaut worden.

Die Wallfahrt begann der Legende nach durch die Entdeckung eines Marienbildes in einem Baum nahe einer Quelle, unweit der Kirche. Seit 1936 finden immer am 13. des Monats die Fatima-Wallfahrtstage statt. Bis heute kommen dazu viele Pilger und Besucher von nah und fern. Am Sonntagabend wären oft hunderte Kerzen von Besuchern entzündet worden, weiß Diakon Lechleiter zu berichten. Es scheinen also bis heute viele Menschen diesen Gnadenort mit seiner Quelle als solchen zu schätzen und aufzusuchen, auch außerhalb der Wallfahrtstage.

Herzlich eingeladen sind Sie auch zur Übertragung des Sonntagsgottesdienstes am Wallfahrtstag, 13. Juni, um 10:00 Uhr.



Herzliche Grüße



Ihr Markus Münch





Anfahrt zu "Heilig Kreuz" zu Maria Rain:



Wanger Weg 2

87466 Oy-Mittelberg



Die Pfarreiengemeinschaft Oy-Mittelberg-Wertach im Internet





Gerne können Sie den Sonntagsgottesdienst am 13. Juni auch vor Ort live mitfeiern. Es gibt keine Voranmeldung und in der Regel noch freie Plätze. Falls in der Kirche zu wenig Platz sein sollte, kann man draußen mitfeiern. Den Ton übertragen wir auf den Platz vor der Kirche. Die mittlerweile üblichen Schutzmaßnahmen gelten, wie gewohnt.