Monatskommentar Dezember

Veröffentlicht am 30.11.2021
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Online-Kongress zum 25. Geburtstag von radio horeb vom 11.-12.12.2021

Mehr Informationen und spannende Interviews zum 25. jährigen Jubiläum finden Sie unter https://www.horeb.org/programm/25-jahre-radio-horeb/

"Oft werde ich gefragt, wie bei mir alles mit meiner Tätigkeit als Programmdirektor begonnen hat. Ich antworte immer: mit der Sehnsucht, ein Radio nach dem Stil von Radio Maria bei uns in Deutschland zu machen. In den ersten Jahren meiner Arbeit für radio horeb war ich oft in Varese und Erba in der Provinz Como. Das Sendekonzept der Italiener war revolutionär und ist es bis heute geblieben. Fast niemand hielt es für möglich, ein Radio dieser Dimension, das nur von Spenden finanziert und wesentlich von Ehrenamtlichen unterstützt wird, zu betreiben. Bei jedem Besuch bei den Protagonisten von Radio Maria Italien wurde mir klarer, welch ein Segen von dieser Station für das ganze Land aus- geht. Nur ein Beispiel: Auf eine Sendung für Inhaftierte kam in der Redaktion ein großer
Stapel von Briefen an. Ich war zutiefst beeindruckt von diesen Zeugnissen. Das Radio brachte tatsächlich Licht in dunkle Gefängniszellen und erkaltete Herzen; es vermittelte Hoffnung! Die Besprechungen, in denen es inhaltlich um den Aufbau von radio horeb in unserem Land ging, waren in der Regel am späten Nachmittag zu Ende. Bei der Fahrt nach Hause habe ich noch bis weit in die Schweiz hinein Radio Maria Italien gehört. Der Empfang wurde allerdings immer schwächer und brach schließlich ganz ab. Für mich war das wie eine Seifenblase, die zerplatzte, ein scheinbar unerfüllbarer Traum. Weil die Rundfunkgesetzgebung in Deutschland eine andere war, gab es keine Möglichkeit, ein Radio dieser Art bei uns zu betreiben. Wenn ich in die Nacht hineinfuhr, ergriff mich eine
melancholische Stimmung, die sich in der Bitte an die Gottesmutter äußerte, uns doch die Wege für ein solches Radio auch in Deutschland aufzutun. Mit dem Zuschlag einer Digitalradiofrequenz für radio horeb am 17. Mai 2011 begann der Traum Wirklichkeit zu wer- den – für mich ist es nach wie vor ein „Wunder“. Zehn Jahre sind seitdem ins Land gegangen, in
denen radio horeb beträchtlich gewachsen ist und für viele Menschen in Deutschland wie auch für Radio Maria Stationen auf der ganzen Welt, besonders in Afrika, zum Segen wurde. Beim Online-Kongress vom 11.-12.12.2021 werde ich darüber berichten und viele Interna,
über die ich mich bisher öffentlich nicht geäußert habe, darlegen. Ich freue mich, Ihnen hier- bei meine Aquarelle vorstellen zu dürfen, die wir in diesem Jahr unseren Wohltätern ab einer Spendenhöhe von 50 Euro in Form eines Kalenders zukommen lassen werden. Viele Gäste und
Begleiter auf unserem Weg werden vor Ort sein oder ein Grußwort per Videozuschaltung aus- richten. An diesen Tagen werden Sie unsere Moderatoren nicht nur hören, sondern auch sehen können: ein Wunsch, der immer wieder an uns herangetragen wird. Die gesamte Geschäftsführung der Weltfamilie von Radio Maria wird in Balderschwang vor Ort sein. Verschiedene Gruß- worte von kirchlichen Würdenträgern, wie etwa dem Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier, sowie von hochrangigen Repräsentanten der Medienwelt, wie dem Präsidenten der BLM und
dem Chefredakteur von Focus Money, werden wir ausstrahlen. Besonders freue ich mich, dass P. Dr. Anton Lässer, der einst mit dem Radio in Balderschwang begonnen hat, zu uns kommen wird. Der größte Teil der Feierlichkeiten wird auch bei EWTN.TV und teilweise auch bei K-TV
ausgestrahlt werden. Der Programmchef von EWTN.TV, Martin Rothweiler, wird bei uns sein. Den Kongress können Sie im Bild mitverfolgen, wenn Sie auf unsere Homepage www.horeb.org gehen, über unsere Horeb-App, Facebook und Youtube. Durch Lohnerhöhungen und gestiegene Verbreitungskosten für Digitalradio sowie besonders durch den Kauf eines Gebäudes neben dem Medienhaus in Balderschwang fallen zusätzliche Kosten in Höhe von 600.000 Euro an. Eine Zuhörerin regte einen Spendenmarathon ähnlich dem Mariathon im Monat Mai an und hatte auch schon einen Namen hierfür: Jubilathon. Nahezu alle Radio Maria Stationen führen tatsächlich einen zweiten Spendenmarathon zur Deckung der eigenen Unkosten durch, manche sogar einen dritten – meist im Monat Dezember. Wir werden dies nicht tun, bitten Sie aber herzlich um eine Jubiläumsspende. Hierzu werden wir Ihnen verschiedene Projekte vorstellen, für die wir Ihre Unterstützung brauchen. Wenn im Rückblick auf
die vergangenen 25 Jahre etwas deutlich geworden ist, dann ist es die Tatsache, dass radio horeb ein Werk der Muttergottes ist. Ohne ihren Beistand hätte es nie so viele Schwierigkeiten über- winden und sich so stark ausbreiten können. Jetzt brauchen wir Ihre Hilfe und ich danke Ihnen
jetzt schon, dass Sie sich ansprechen lassen.
Ich grüße Sie in dankbarer Verbundenheit und freue mich auf die sichtbare Begegnung mit Ihr Pfarrer Kocher"